GEORGIEN
langersehntes land in sicht , wenig später georgischer boden unter den füßen .
ungeduldig freuen wir uns endlich auf die fahrräder zu steigen und loszurollen .
eine frühlingshafte brise voller freiheit , tatendrang und neugierde weht uns ins gesicht .
obstbäume blühen , überall haselnusssträucher in vollem grün .
schnell verlassen wir die kueste , georgien breitet sich als fruchtbare weite ebene zwischen noch schneebedeckten gebirgen im norden und sueden vor uns aus .
schnell verlassen wir die kueste , georgien breitet sich als fruchtbare weite ebene zwischen noch schneebedeckten gebirgen im norden und sueden vor uns aus .
stille zeugen der einstigen sowjetmacht sind allgegenwärtig :
skurile denkmäler , verlassene kolchosen und zerfallende stalinbauten irritieren .
wir wählen routen abseits der großen straßen und lassen keine denkbare herausforderung aus :
zuerst ist es nur etwas mehr steigung als erwartet .
dann haben wir einen ganzen tag schonungslos starken gegenwind ,
so dass wir selbst bergab treten müssen ohne schneller zu werden .
schließlich wird die straße zu einer schotterpiste und es geht vierzig kilometer nur noch bergauf .
doch wir bewahren uns unsere gute laune , die sonne scheint
und wir genießen unseren großen appetit auf das leckere georgische brot ,
und wir genießen unseren großen appetit auf das leckere georgische brot ,
das man überall am straßenrand frischgebacken auf die hand bekommt .
begleitet werden unsere tage von anfang an von zahllosen hupenden autos , grüßenden und winkenden menschen .
die gastfreundschaft und großzügigkeit der menschen ist überwältigend :
über ostern sitzen die georgier bei ihren toten auf dem friedhof , legen rot gefärbte ostereier , brot und flaschenweise wein auf die graeber . auch wir profitieren von diesem brauch , bekommen zahllose gekochte eier und leckeren osterkuchen geschenkt .
außerdem werden wir zu frischgebackenem käsekuchen und honig , selbstgemachtem brombeersaft und kaffee oder einer weinprobe direkt beim winzer eingeladen .
ein nebeneffekt der intensiv gelebten weinkultur der georgier ist es allerdings ,
dass auch die autofahrer trinken und im fortschreitenden tagesverlauf waghalsiger überholen .
mindestens genauso gefährlich sind die vielen hunde , die mitunter kläffend über zäune springen und die wir mit unterschiedlichsten methoden zu vertreiben lernen .
unser erstes gewitter erleben wir im schutz eines hellerleuchteten baumhohen neonkreuzes , das man hier wohl gerne einfach in die landschaft stellt .
schließlich treffen wir die ersten reiseradler.
zwei deutsche laden uns in ihre unterkunft nach tiflis ein :
zwei deutsche laden uns in ihre unterkunft nach tiflis ein :
wir verstehen uns blendend , großzügiges penthouse mit blick über die dächer der stadt
- besser hätten wir es nicht treffen können .
- besser hätten wir es nicht treffen können .
einen tag verbringen wir in der hauptstadt . wir verspüren proeuropäische stimmung .
umgeben vom morbiden charme bröckelnder einst imposanter hausfassaden ,
entdecken wir einen weihrauchladen und geraten in einen orthodoxen gottesdient, in dem uns der mysthische gesang von priester und gläubigen in seinen bann zieht .
wir essen eis, sitzen in trendigem café und finden schmackhaftes traditionelles familienrestaurant .
so sammeln wir neue energie für die weiterfahrt und es geht schnell , teilweise im regen , an die grenze zu armenien .
in bildern
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